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Moore

die lebenden Ökosysteme

Moore sind lebende Ökosysteme. In ihnen wird organische Substanz akkumuliert und zu Torf umgewandelt. Wenn die Torfschicht mindestens 30 Zentimeter Mächtigkeit erreicht hat, handelt es sich im geologischen Sinne um Moore.

In dieser Rubrik erläutern wir den Unterschied zwischen Hoch- und Niedermoore, erklären wie Torf entsteht und wie sich Weiß- und Schwarztorf unterscheiden.
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Torfentstehung

Die nacheiszeitliche Torfbildung hat vor ca. 12 000 Jahren begonnen. Viele Moortypen haben sich abhängig von Klima, Geologie und Hydrologie sowie von den Nährstoffgehalten des Grund-und Regenwassers gebildet. Die organische Substanz, welche fast ausschließlich aus abgestorbenen Pflanzenresten, aber auch aus tierischen Resten besteht, ist unter Wasserüberschuss und Luftmangel nicht vollständig oder oft fast gar nicht abgebaut worden. Der Zersetzungsgrad steigt mit zunehmender Tiefe. Es werden zwei Hauptmoortypen unterschieden: Hochmoore und Niedermoore.
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Hochmoore

Damit sich ein Hochmoor bilden kann, muss eine positive Wasserbilanz herrschen, also mehr Niederschlag fallen als Wasser versickern oder verdunsten kann. Dieser Moortyp ist sehr nährstoffarm, denn Nährstoffe werden nur durch Pflanzenreste oder Niederschlag zugeführt. Auch herrscht hier ein sehr niedriger pH-Wert. Typische Pflanzen für ein Hochmoor sind: Torfmoos, Sonnentau, Binsen, Seggen, verschiedene Heidearten usw.

Die Torfbildung basiert aber hauptsächlich nur aus dem Torfmoos (Shagnum ssp.). Dieses wächst extrem langsam in die Höhe, dessen unterer Teil vertorft unter Luftabschluss. Ein durchschnittliches norddeutsches Moor wächst im Jahr 1mm, also 1 Meter entsprechen 1000 Jahren. Lebende Torfmoose können das 15- bis 30-fache ihres Trockensubstanzgewichtes an Wasser speichern. Abgestorbenes noch das 4- bis 14-fache.
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Niedermoore

Niedermoore entstehen durch Verlandung und Versumpfung von nährstoffreichen Gewässern. Aufgrund des hohen Nährstoffgehaltes und des relativ hohen pH-Wertes zwischen 4-7 herrscht hier ein hoher Artenreichtum. Typische Pflanzen sind: Seggen, Binsen, Wollgras, Fieberklee, Schilf, Rohrkolben, Schwertlilien, Weiden, Erlen, Schwimmblattpflanzen usw. Seit hunderten von Jahren sind Niedermoore entwässert worden, weil diese für die Landwirtschaft ertragreich waren.

Weißtorf, Schwarztorf und Torfersatz

Weißtorf
Weißtorfe sind wenig bis mäßig zersetzt. Die Bildung hat ca. 600 v. Chr. begonnen. Unterhalb des Weißtorfes ist der Schwarztorf. Die Bildung des Weißtorfes ist durch eine klimatische Veränderung entstanden. Die Jahresdurchschnittstemperaturen sind abgesunken und die Pflanzenreste konnten nicht mehr so stark zersetzt werden.

Schwarztorf
Der Schwarztorf verdankt seinen Namen deshalb, weil der frischgestochene Torf an der Luft nachdunkelte und eine tiefbraune Farbe erhielt. Schwarztorf weist einen höheren Feinanteil als Weißtorf auf und ist auch stärker zersetzt. Schwarztorf wird nicht nur im Gartenbau als Bestandteil von Substraten verwendet. Ein großer Teil wird vor allem als Brennstoff zur Energiegewinnung, zur Herstellung von Aktivkohle, aber auch als Badetorf im Wellnes und im Medizinbereich eingesetzt.

Torfersatz

Informationen, warum Torf ersetzbar ist, finden Sie hier:
Torffreie Gärtnerei

Infos zu Torfersatzstoffen finden Sie unter:
Natürliche Rohstoffe

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